Mögliche Komplikationen

Wie bei jeder Operation kann es auch bei einer Laparoskopie zu Komplikationen kommen. Komplikationen treten zum Glück selten auf und werden sofort erkannt, damit sie angemessen behandelt werden können.
Auf dem Operationstisch lagern wir Sie sorgfältig in der richtigen Position. Weiche Gelauflagen schützen zusätzlich Arme, Beine und den Kopfbereich. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie bequem auf dem Operationstisch gelagert werden. Dennoch besteht bei einer Lagerung in Narkose immer ein Verletzungsrisiko.
Wenn Sie künstliche Gelenke (im Knie, in der Hüfte oder an der Wirbelsäule) haben oder an Erkrankungen des Muskel- oder Skelettsystems leiden, teilen Sie uns dies bitte vor der Operation mit, damit wir eine optimale Lagerung auf dem Operationstisch gewährleisten können.
Bei einem Eingriff im Bauchraum können Organe (wie die Harnblase oder der Darm) oder Blutgefäße verletzt werden. Diese Verletzungen sind zwar äußerst selten, erfordern aber eine Operation mit Eröffnung des Bauchraums (Laparotomie). Bei starken Blutungen kann eine Bluttransfusion nötig werden.
Nach der Operation kann es im Operationsgebiet zu einer Blutung kommen, die einen zweiten Eingriff zur Behandlung der Blutung erforderlich macht.
Das Blutungsrisiko verringern
Um das Blutungsrisiko so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig,
- dass Sie den Arzt unserer Klinik beim Aufnahmegespräch (Anamnese) ausführlich über alle Tabletten und sonstigen Medikamente informieren, die Sie eingenommen haben,
- dass Sie in den 2 Wochen vor und nach der Operation kein Aspirin und keine anderen gerinnungshemmenden Mittel einnehmen.
Wundheilungsstörungen können vor allem bei Patientinnen mit geschwächtem Immunsystem oder bei allgemein kranken Patientinnen auftreten. Dank der kleinen Schnitte lassen sich diese Fälle jedoch meist problemlos behandeln. Auch Sie selbst können auf folgende Weise wirksam dazu beitragen, Wundheilungsstörungen vorzubeugen:
- Wenn Sie rauchen, versuchen Sie, weniger zu rauchen oder besser ganz aufzuhören.
- Wenn Sie Diabetikerin sind und täglich Insulin spritzen, versuchen Sie, Ihren Blutzucker optimal einzustellen. Ihr Hausarzt hilft Ihnen gern dabei.
Zwar sind eine rasche Erholung und frühe Mobilisierung, wie sie nach einem laparoskopischen Eingriff üblich sind, die beste Vorbeugung gegen Thrombosen oder Embolien, dennoch wurden Thrombosen und Embolien auch nach laparoskopischen Eingriffen beobachtet. Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, besprechen wir mit Ihnen vorbeugende Maßnahmen im Rahmen des Eingriffs (z. B. die Gabe von Heparin rund um die Operation).
Medizinische Inhalte vom Team der Fertility Clinic