Pränatale Untersuchungen im ersten Trimester der Schwangerschaft

Routineuntersuchungen
Sie beruhen auf Blutuntersuchungen zur Erkennung von Verdachtsfällen auf Infektionen mit fruchtschädigenden Erregern (Röteln, Hepatitis B und C, Syphilis, HIV, Zytomegalievirus, Toxoplasmen), auf der Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor sowie auf der Suche nach einer Heterozygotie (Anlageträgerschaft) für Beta-Thalassämie.
Außerdem werden Urinuntersuchungen auf eine mögliche Infektion, Diabetes mellitus und Eiweiß im Urin (Proteinurie) durchgeführt sowie Untersuchungen zum Ausschluss von Gebärmutterhalskrebs.
Ultraschall in der 6.–8. Woche
Beim ersten transvaginalen Ultraschall wird bestätigt, dass die Schwangerschaft in der Gebärmutter liegt und ob es sich um eine Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft handelt; außerdem wird zum ersten Mal die Herztätigkeit des Embryos festgestellt.
Nackentransparenz und biochemische Marker im ersten Trimester (11.–13. Woche)
Die Nackentransparenz ist im Ultraschall zu erkennen und entsteht durch Lymphflüssigkeit unter der Haut im Nackenbereich des Fetus. Normalerweise ist sie weniger als 3 Millimeter breit.
Mit der Messung der Nackentransparenz in der 11.–13. Schwangerschaftswoche lassen sich in Verbindung mit dem Alter der Mutter und den Werten des beta-humanen Choriongonadotropins (β-hCG) und des Proteins PAPP-A im mütterlichen Blutplasma bis zu 92 % der Schwangerschaften mit Down-Syndrom erkennen.
Mit weiteren Ultraschallmarkern (fehlendes / unterentwickeltes Nasenbein, Doppler des Ductus venosus und der Trikuspidalklappe, Beurteilung des Winkels zwischen Oberkiefer und Gesicht) sollen sich bis zu 97 % der Schwangerschaften mit Down-Syndrom erkennen lassen.
Down-Syndrom oder Trisomie 21
Das häufigste genetische Syndrom ist durch das Vorhandensein von 3 Chromosomen im Chromosomenpaar 21 gekennzeichnet; die Neugeborenen haben eine geistige Behinderung, Fehlbildungen des Herzens, Hörstörungen u. a.
Medizinische Inhalte vom Team der Fertility Clinic